DANMARK_2025

Skiveren | Grenen | Skagen | Løkken | Ålborg | Kolding

Lesedauer:

6–9 Minuten

Skiveren

Eher spontan reisen wir im April in den Norden Dänemarks, denn schon lange möchten wir den Ort besuchen, an dem sich Nord- und Ostsee begegnen – Skagen. Dank der sehr gut ausgebauten Schnellstraßen ist die Fahrt nach Nordjütland (Nordjylland) für uns eine entspannte Tagesetappe.

Unser erstes Ziel ist der Skiveren Strand an der Nordseeküste. Er begeistert mit seiner ursprünglichen Natur und einer wohltuend ruhigen Atmosphäre. Breiter, feiner Sand, weitläufige Dünenlandschaften und das offene Meer laden zu langen Spaziergängen, stillen Momenten und eindrucksvollen Sonnenuntergängen ein. Als Teil eines geschützten Naturgebiets zwischen Hirtshals und Skagen steht der Strand für Sauberkeit und Umweltbewusstsein und ist mit der Blauen Flagge ausgezeichnet.

Direkt hinter den Dünen liegt Skiveren Camping, einer der bekanntesten Campingplätze Dänemarks. Der moderne, naturnahe Platz bietet großzügige Stellplätze, komfortable Mietunterkünfte sowie zahlreiche Freizeitangebote. Besonders Familien und junge Leute fühlen sich hier wohl – dank Erlebnisbad, Spiel- und Sportmöglichkeiten sowie einer offenen, entspannten Atmosphäre.

Das Wetter zeigt sich bei unserer Ankunft von seiner rauen Seite: starker Wind und Regenschauer gehen in der Nacht in anhaltenden Dauerregen über, der bis zum nächsten Tag anhält. So verbringen wir viel Zeit im Camper, lesen, schlafen, spielen und beobachten immer wieder das Wetter. In kurzen Regenpausen wagen wir uns dennoch an den Strand und lassen uns von der kraftvollen, nordischen Landschaft beeindrucken.

Grenen und Skagen

Am dritten Tag hat sich das Wetter beruhigt, und wir beschließen, nach Skagen zu fahren. Bei kühlen 4 °C, mit Aussicht auf maximal 8 °C, lassen wir die Vespa stehen und machen uns mit unserem Pössl auf den Weg.

Skagen, die nördlichste Stadt Dänemarks, besticht durch ihre besondere Lage zwischen Nord- und Ostsee, ihr einzigartiges Licht und ihren maritimen Charme. Bekannt ist der Ort vor allem für Grenen, jene schmale Landzunge, an der sich die beiden Meere sichtbar begegnen. Die Stadt selbst begeistert mit gelben Häusern, roten Ziegeldächern, kleinen Boutiquen, Cafés und einer langen Tradition als Künstlerort.

Gerade an kühlen Frühlingstagen entfaltet Skagen eine ruhige, authentische Atmosphäre, die zu entspannten Spaziergängen, Naturbeobachtungen und dem bewussten Erleben dieser besonderen Küstenlandschaft einlädt.

Am späten Nachmittag kehren wir zurück zum Campingplatz und wärmen uns erst einmal auf. Skagen bleibt uns als besonders vielseitiger Ort in Erinnerung: geprägt von weiter Natur, Meer und Licht, aber ebenso lebendig und einladend. Die Stadt lädt zum entspannten Bummeln durch kleine Geschäfte ein und bietet eine große Auswahl an Restaurants und Cafés. Ob Eis, Kuchen und feine Törtchen oder herzhafte Fisch-, Fleisch-, vegetarische und vegane Gerichte – in Skagen findet jeder etwas nach seinem Geschmack. Ein Ort, der Naturerlebnis und Genuss auf angenehme Weise verbindet.

Løkken


Unser nächstes Ziel ist Løkken, ein kleines Küstenstädtchen an der rauen Westküste Nordjütlands. Einst ein kleines Fischerdorf, hat sich Løkken seinen maritimen Charakter bewahrt und verbindet ihn heute mit entspannter Urlaubsatmosphäre. Der breite, feinsandige Strand mit den typischen weißen Badehäusern prägt das Ortsbild und lädt zu ausgedehnten Spaziergängen entlang der Nordsee ein.

Ein besonderes Highlight ist der kleine Fischerhafen direkt am Strand. Statt eines klassischen Hafens werden die Fischerboote hier noch heute mithilfe von Seilwinden auf den Strand gezogen – eine traditionsreiche und beeindruckende Szene, die den ursprünglichen Charakter des Ortes unterstreicht. Die Boote liegen gut sichtbar im Sand und erinnern an die lange Geschichte der Küstenfischerei in Løkken.

Der Ort selbst bietet gemütliche Cafés, kleine Geschäfte und Restaurants, in denen frischer Fisch und regionale Spezialitäten serviert werden. Umgeben von Dünen, Meer und weiter Landschaft ist Løkken ein idealer Zwischenstopp für alle, die nordische Küstennatur, gelebte Tradition und dänische Gelassenheit erleben möchten.

Ålborg

Unser nächstes Ziel ist Ålborg, die lebendige Hauptstadt Nordjütlands. Für zwei Nächte übernachten wir auf dem Ålborg Familie Camping – Strandparken und haben Glück, noch einen der begehrten Stellplätze auf dem sonst oft ausgebuchten Campingplatz zu bekommen. Die Lage ist ideal: Nur wenige Schritte entfernt befindet sich eine Bushaltestelle, von der aus man bequem mit dem Linienbus ins Stadtzentrum oder zu anderen Zielen in Aalborg gelangt.

Ålborg selbst verbindet auf angenehme Weise modernes Stadtleben mit maritimem Flair. Direkt am Limfjord gelegen, prägen eine attraktive Hafenfront, moderne Architektur wie das Musikkens Hus sowie historische Viertel das Stadtbild. Die Innenstadt lädt mit Fußgängerzonen, kleinen Geschäften, Cafés und Restaurants zum Bummeln ein.

Ålborg besonderer Insidertipp ist der Besuch des Ålborgtårnet. Der Aussichtsturm wurde 1933 anlässlich der Nordjütländischen Ausstellung erbaut und zählt heute zu den Wahrzeichen der Stadt. Von der Plattform bietet sich ein weiter Panoramablick über Ålborg, den Limfjord und das Umland. Empfehlenswert ist ein Besuch am späten Nachmittag oder frühen Abend, wenn das Licht besonders weich ist und die Stadt in warmen Farben erscheint. Wer möchte, kann den Ausblick entspannt bei Kaffee und Kuchen im Turmcafé genießen – eine ruhige Pause mit großartiger Aussicht.

Kolding

Unsere nächste und zugleich letzte Station ist Kolding, eine geschichtsträchtige Stadt an der Ostküste Jütlands. Die Ursprünge Koldings reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als sich hier eine befestigte Siedlung entwickelte. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1231 im sogenannten Jordebog von König Waldemar II.

Zentrum der Stadtgeschichte ist das Koldinghus, das im 13. Jahrhundert als Grenzfestung errichtet wurde. Unter Königen wie Christoph I., Erik Menved und Christian III. wurde die Anlage stetig ausgebaut und diente zeitweise als königliche Residenz und politisches Machtzentrum. Besonders im 16. Jahrhundert spielte Kolding eine wichtige Rolle, bevor das Schloss im Jahr 1808 bei einem Brand schwer beschädigt wurde. Heute ist Koldinghus ein eindrucksvoll restauriertes Museum und Wahrzeichen der Stadt.

Wir finden einen Stellplatz auf DANCAMPS Kolding, der sich gut für eine Übernachtung eignet. Der Campingplatz liegt stadtnah und bietet eine praktische Basis für einen Spaziergang durch die Innenstadt mit ihren Cafés, Geschäften und historischen Spuren. Kolding bildet damit einen ruhigen und zugleich geschichtlich spannenden Abschluss unserer Reise.

Unser Kurzurlaub in Dänemark geht leider schon zu Ende. Viel zu schnell vergehen die Tage in diesem vielfältigen Land, das uns mit seiner weiten Natur, den charmanten Städten und der Nähe zum Meer immer wieder begeistert hat. Jede Station hatte ihren eigenen Charakter – von rauer Küste über lebendige Städte bis hin zu geschichtsträchtigen Orten.

Besonders in Erinnerung bleiben uns die vielen Begegnungen mit freundlichen, offenen und lebensfrohen Menschen, die Dänemark eine ganz besondere Atmosphäre verleihen. Ob auf Campingplätzen, in Cafés oder bei kleinen Gesprächen unterwegs – überall begegnete uns Gelassenheit und Herzlichkeit.

Gerne hätten wir noch weitere Städtchen und Regionen entdeckt, doch diese Reise endet hier. Eines steht jedoch fest: Wir kommen bestimmt wieder zurück, um noch mehr von diesem schönen Land und seinen liebenswerten Menschen kennenzulernen.